Kollektive Traumaarbeit nach Last-Minute Niederlage beim SC Kemmern

[24.11.2014] Erheblich unangenehm war beim sonntäglichen Jugendspieltag in Dresden die Frage  „Und, wie war es gestern in Kemmern?“ ja schon, denn trotz großem Aufwand belohnten sich die Damen der Regionalliga beim Auswärtsauftritt in Oberfranken nicht und gaben den sicheren Sieg auf der Zielgeraden noch aus der Hand.

Die USV-Ladies starteten engagiert und druckvoll in die Begegnung, ließen die Gastgeberinnen durch aggressive Defense zunächst nicht ins Spiel kommen, schöpften jedoch die Möglichkeiten zu einfachen und schnellen Punkten, die sich ihnen bereits im ersten Viertel  boten, nur unzureichend  aus (6:14). Ein weiteres Mal und überdeutlich im 2. Viertel, waren es die Dresdnerinnen selbst, die sich auf Grund zu vieler Turnover und verlegter Lay-Ups die frühzeitige Chance einer deutlichen Führung verbauten und damit den Anschluss für die Gastgeberinnen aus Kemmern ermöglichten (32:30).

Fest entschlossen die Unkonzentriertheiten des ersten Spielabschnitts abzustellen sowie Korb und Gegner mit der notwendigen Konsequenz zu attackieren, gelang den Gästen nach der Halbzeitpause ein 10-0-Run. Zwar konterte Kemmern mit zwei Dreiern in Folge, doch die USV-Ladies konnten die Gastgeberinnen zunächst auf Abstand halten, eine erneute 8-Punkte-Führung im 3. Viertel behaupten (46:54) und ihren Vorsprung zu Beginn des letzten Viertels sogar noch auf 11 Punkte erhöhen, bevor der Faden völlig riss. Während den Dresdnerinnen in den letzten fünf Minuten keine Feldkörbe mehr gelangen, verwandelten die Gastgeberinnen erneut zwei wichtige Dreier und gewinnen am Ende unfassbar mit knappen 2 Punkten.

 „Bitte nicht nachmachen!“ lautete dementsprechend auch die Devise, die die auch neben dem Spielfeld engagierten Elbstädterinnen für die gestrigen Spiele der Nachwuchs-Basketballerinnen mit nach Hause brachten. Mit Erfolg: Die Coaches Ines Herschel und Anne Petruschke konnten sich mit einem überdeutlichen Sieg der u-19-Mädels trösten (LLD USV TU Dresden vs. Plauen Homesquad 99:8). Das Team der u15 II sicherte sich angespornt von Trainerin Gesine Spielmann ihren ersten Saisonsieg in der Jugendliga (vs. BC Zwickau 65:32), während Doro Schönau und Grit Albrecht die Oberliga-Damen, wenngleich unterlegen, bis zum Schluss erfolgreich motivieren konnten ein durch und durch attraktives Spiel gegen die Sächsischen Talente aus Chemnitz abzuliefern (44:72). Höhepunkt bildete aber wohl das Spiel der neuformierten u13-Mädels der beiden Trainerinnen Nora Dietrich und Jordis Wächter, die im Lokalderby gegen den BC Dresden von Anfang an ordentlich Betrieb machten und mit ihrem Engagement und Vorwitz nicht nur überdeutlich siegten (105:28), sondern auch die letzte Trübseligkeit aus den Gesichtern der fast vollständig anwesenden Regionalliga-Damen zauberten. Super!