Genau „So geht Sächsisch“ - USV TU Dresden gelingt Befreiungsschlag gegen TG Wildcats Würzburg.

[02.02.2015] Eine lange Durststrecke mussten die Damen des USV TU Dresden durchstehen, bevor ihnen nun endlich der heißersehnte Befreiungsschlag gegen die Würzburg Wildcats gelang. Phasenweise hat das Team auch in den vergangenen Partien gegen Elsenfeld und Herzogenaurach sein wahres Potential durchblitzen lassen, allerdings schafften es die Dresdnerinnen nicht, ihren Siegeswillen und Kampfgeist über die gesamte Länge des Spiels aufrechtzuerhalten und zogen somit gegen kampfeslustige Gegner den Kürzeren.

Dass es auch anders geht, bewiesen die Ladies eindrucksvoll am vergangenen Sonntag. Mit einem überzeugenden 77:55 Erfolg gegen Würzburg setzen sie ein deutliches Zeichen und beweisen, dass weiterhin mit ihnen zu rechnen ist.

Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Spieltag konnten für Coach Hollasky kaum besser sein, da er auf seinen vollen Spielerkader zurückgreifen konnte. Dennoch begann die Begegnung aus Sicht der Elbstädterinnen nicht optimal. Im ersten Viertel ließ die Verteidigung noch zu viele Lücken und Unkonzentriertheit erkennen. Dazu kam, dass die Wildcats in dieser Phase des Spiels scheinbar beliebig aus jeder Lage trafen. Selbst Notwürfe fanden ihr Ziel und führten dazu, dass sich die USV-lerinnen nach den ersten 10 Spielminuten bei einem Stand von 24:18 im Hintertreffen befanden.

Mit einer gut gewählten Spielerrotation sorgte Coach Hollasky dafür, dass immer ausgeruhte und spritzige Spieler auf dem Feld standen, welche die Gegnerinnen mit einer aggressiven Verteidigung mürbe machten. Eingeleitet von drei Korblegern durch Ines Herschel, starteten die Gastgeberinnen in der 11. Spielminute dann richtig durch. Eine gut aufgelegte und bissige Sandra Schultz streute 6 ihrer insgesamt 8 Punkte bei und auch Kapitän Doro Schönau prämierte das Team für seinen Einsatz und die geschlossene Defenseleistung. Die Damen aus Würzburg hatten zu diesem Zeitpunkt keine Lösung parat und die Dresdnerinnen belohnten sich selbst mit einem eindrucksvollen 20:0 Lauf.

Doch der Kampfgeist der Gäste war damit keineswegs gebrochen. Sie selbst verteidigten mit vollem Körpereinsatz und fanden zurück ins Spiel. Die Sächsinnen wiederum erlitten durch zu langes Dribbling Ballverluste, welche Würzburg geschickt in Schnellangriffe umwandeln konnte. Beim Stand von 43:33 ging es in die Halbzeitpause.

Jetzt bloß kein Déjà- vu erleben, dachten sich wohl alle Spieler während der Halbzeitansprache von Sven Hollasky. Denn auch im vorherigen Spiel gegen Herzogenaurach ging man mit einem trügerisch „soliden“ Vorsprung von 10 Punkten in die Kabine. Besonders Jordis Wächter hatte wohl keine Lust auf Wiederholung und legte in der zweiten Halbzeit los wie die Feuerwehr. Mit beherztem Zug zum Korb erzielte sie ihre gesamten 8 Punkte in vier Spielminuten und baute das Dresdner Polster auf 51:35 aus.

Zum Ende des dritten Viertels zeigten sich nun allerdings erste Schwächeerscheinungen in der Defense. Die Dresdnerinnen waren zu langsam auf den Beinen und konnten die Wildcats häufig nur noch mit Fouls stoppen. Besonders die Topscorerin der Gäste Christine Sokolowski (20 Punkte) bereitete den USV Damen Probleme. Bis zum Start ins letzte und entscheidende Viertel verkürzten die Gäste nochmal auf 56:44.

Nun hieß es Zähne zusammenbeißen und den Vorsprung sichern. Mit ihrem verlässlichen defensiven Kampfgeist konnte Juliette Schneider das Team nochmal mobilisieren und auch offensiv sorgte sie mit 7 Punkten im letzten Viertel für erleichtertes Aufatmen auf der Wechselbank. Die Dresdnerinnen ließen nun nichts mehr anbrennen. Dank einer geschlossenen und über große Teile des Spiels konzentrierten Teamleistung sicherten sich die Damen des USV TU Dresden einen verdienten 77:55 Sieg. Déjà- vu erwünscht!!

Für Dresden spielten: Albrecht (4), Dietrich (3), Guilleaume (4), Herschel (8), Novotna (2), Petruschke, Schneider (11), Schönau (17), Schultz (8), Schulze (6), Thielsch (6), Wächter (8)  

Für Würzburg spielten: Elsner (8), Herold (10), Hock (8), Kichhoff (2), Krause (2), Ludwig (1), Sokolowski (20), Zimmermann