Dresdnerinnen mit Auswärtsschwäche?!

Gruppenfoto mit dem Partybus

[26.10.2014] Enttäuschend gestaltete sich die Auswärtsfahrt der Damen des USV TU Dresden zur TG Würzburg, wollte man doch an den guten Heimauftritt am vergangenen Wochenende anknüpfen, fühlte sich jedoch über weite Strecken des Spiels eher an den Auftakt in Elsenfeld erinnert. So bescherten zu viele selbstverschuldete Ballverluste, eine lückenhafte Korbverteidigung und der mangelnde Gestaltungswille in der Offensive den Ladies aus der Sächsischen Landeshauptstadt bereits im ersten Viertel einen Rückstand von 17:10.

Obgleich die Baustellen der Begegnung für die Gäste damit offenkundig, gelang es auch im zweiten Viertel nicht, die eigenen Fehler einzudämmen. Vielmehr überließen die Dresdnerinnen den Gästen die Initiative, welche bereits zum Auftakt der Partie variabel und entschlossen, nun sogar von der Dresdner Defensive unbehelligt agierten, während die Ladies rat- und nicht weniger mutlos vornehmlich über Einzelaktionen versuchten den Anschluss nicht zu verlieren. Vergeblich, bauten die Würzburgerinnen ihren Vorsprung noch bis zur Halbzeitpause auf 20 Zähler (38:18) aus und quittierten den Gästen damit ihren desaströsen Auftritt im ersten Spielabschnitt.

Fest entschlossen dieses Ergebnis nicht als Vorentscheidung gelten zu lassen, appellierte Coach Sven Hollasky in der Halbzeitansprache an den Kampfgeist seiner Ladies, welche jedoch erst in der 25. Spielminute mit einem 12-0-Run von Wächter, Herschel, Guilleaume und Schultz eine erste Ahnung von Widerstand aufkommen ließen. Das Punktepolster der Gastgeberinnen, welche bis zum Ende des 3. Viertels lediglich noch zwei Punkte an der Freiwurflinie einsammeln durften, schmälerte sich allerdings nur geringfügig (50:34).

Umso eindrucksvoller die Leistung der Dresdnerinnen zu Beginn des vierten Viertels. Durch hohen Druck in der Defense und zahlreiche Ballgewinne beflügelt, gelang den Damen nun endlich auch der Erfolg am Korb. Vor allem Kapitänin Albrecht und Schulze belohnten ihr Team mit ihren sehenswerten Dreiern für die engagierte Aufholjagd, während die Würzburgerinnen bis zur 35. Spielminute keinen Treffer erzielen konnten. Beim Spielstand von 50:47 sollten die Routiniers aus Elbflorenz nun die ersehnte Wende gegen die jungen Gastgeberinnen bringen. Zum Ende behielt jedoch der Würzburger Basketballnachwuchs, welcher bei den zwei zurückliegenden, äußerst knappen Niederlagen offensichtlich ausreichend Lehrgeld bezahlt hat und sich an der Linie nervenstark präsentierte, beim Endstand von 63:52 die Oberhand über die sichtlich niedergeschlagenen Dresdnerinnen, die, wenn überhaupt, viel zu spät in der Partie einen eigenen Rhythmus fanden.

Es spielten:

Albrecht (9, 2 Dreier), Dietrich, Guilleaume (2), Herschel (9), Novotna, Petruschke (2), Schneider (8), Schultz (6), Schulze (7, 1 Dreier), Spielmann (1), Thielsch, Wächter (9, 1 Dreier)