Samstag sonnig und heiter, Sonntag wolkig mit Aussicht auf Besserung

[26.01.2014] Das Jahr 2014 startete für die Regionalliga-Damen des USV TU Dresden äußerst verheißungsvoll. Zwei Siege, davon einer gegen den Ligadritten, sorgten nicht nur für das Verlassen der Abstiegsplätze, sondern auch für ein geschlossenes Motivationshoch der Dresdnerinnen. So war es wenig verwunderlich, dass die USVlerinnen die Reise zum Doppelspieltag ins winterliche Bayern mit einem 12er Kader antraten. Mit einem Sieg und einer Niederlage im Gepäck schöpften die Damen die Möglichkeiten des Wochenendes zwar nicht vollends aus, sichern sich aber ein respektables Ergebnis.

Zum Auftakt des ereignisreichen Basketballwochenendes gastierten die USVlerinnen beim Team der TS Jahn München 2. Trotz der sehr frühen Abfahrt in Dresden, starteten die Gäste hellwach in die Begegnung. Zwar fanden die Münchnerinnen die anfänglichen Lücken in der gegnerischen Defense, doch nutzten sie ihre Chancen zum Glück der Dresdnerinnen nur wenig aus. Nach einer Auszeit von Sine Spielmann, die an diesem Wochenende spielerisch zurücksteckte um sich dem Coaching des Teams zu widmen, stand die Defense nun sicher. Der erhöhte Druck zwang die Münchnerinnen immer wieder zu überhasteten Abschlüssen. Die Ballgewinne nutzten die USV Damen aus, um sich bis zum Ende des 1. Viertels ein kleines Polster von 7 Punkten Vorsprung zu erarbeiten. Auch der zweite Spielabschnitt stand ganz im Zeichen der Sächsinnen. Mit hohem Tempo zum Korb konnten die Gäste oft nur durch Foulspiel gestoppt werden. Insgesamt 13 der 17 Punkte wurden in diesem Viertel von der Freiwurflinie erzielt, während der Heimmannschaft lediglich 4 Punkte gelangen. Dank hohem defensivem Druck und einer guten Reboundarbeit legten die USV Damen damit in der 1. Halbzeit den Grundstein für den Sieg. Mit einem komfortablen Vorsprung von 20 Punkten begaben sich die Dresdnerinnen in die Halbzeitpause. Doch warnte Coach Sine ihr Team deutlich davor sich in Sicherheit zu wiegen. Und so kam es dann auch. Während die Dresdnerinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit ihren Spielfluss zunächst verloren und teilweise hektisch agierten, zeigten sich die Jahn-Damen kämpferisch und reduzierten den Rückstand im dritten Viertel zwischenzeitlich auf 12 Punkte. Die ruhigen Worte von Coach Sine in Auszeit und Viertelpause waren genau das, was das Team brauchte, um das Spiel geduldig und besonnen zu beenden. Beim Endstand von 62:52 sicherten sich die Damen des USV TU Dresden mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den dritten Sieg des Jahres.

Den Tag ließ das Team bei einem Stadtbummel und herzhaftem Essen im Hofbräukeller ausklingen, bevor es zur pünktlichen ;-) Nachtruhe in ein Münchner Hotel ging. Ein großer Dank gilt hier Manfred „Manni“ Frank, der diese tolle Möglichkeit für die Mädels organisierte.

Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten die Dresdnerinnen dann am Sonntagmorgen ausgeschlafen zum nächsten Gegner nach Wasserburg. Obwohl oder vielleicht sogar eher „weil“ die Beine noch etwas müde waren, gingen die Damen konzentriert ans Werk. Geduldig wurden die Systeme aufgebaut und ein ums andere Mal die freie Spielerin gefunden. Leider verpasste man wieder einmal die leichten Chancen konsequent zu nutzen. In der Defense hatte man den Gegner zunächst gut im Griff. Trotz der körperlichen Überlegenheit der Wasserburgerinnen konnten sich die Gastgeber unter dem Brett noch nicht durchsetzen und auch die Würfe von außen saßen noch nicht sicher. Die Dresdner Centerspielerinnen dominierten die Rebounds und sorgten so für einen offenen Schlagabtausch zwischen den Mannschaften. Beim Halbzeitstand von 30:33 aus Sicht der Dresdner wusste man, dass noch alles drin ist. 
In die zweite Hälfte starteten die Gäste souverän. Bis zur 37. Minute konnten sich die USVlerinnen einen kleinen Vorsprung von 6 Punkten erarbeiten und diesen bis zum Viertelende behaupten. Im alles entscheidenden letzten Spielabschnitt verlor man nun aber den Faden. Die Systeme wurden nicht mehr konsequent durchgespielt, stattdessen suchten die Dresdnerinnen zu oft den Ausstieg über Einzelaktionen und erzwangen Entscheidungen. Am Ende hatte Wasserburg einfach den längeren Atem und konnte in der 39. Spielminute die Führung zurückerobern. Nach einem großteils sehr attraktiven Spiel hatten die USV-Damen beim Endstand von 69:62 das Nachsehen.

Trotz der Niederlage hat das Spiel viele Erkenntnisse und Verbesserungen im Teamspiel gebracht. Zeit zum traurig sein und ausruhen, besteht ohnehin nicht. Am Sonntag heißt es eine neue Siegesserie zu beginnen.

Nächstes Spiel: Dresden, Ostragehege, 2.2.2014, 14 Uhr.