Mehr Licht als Schatten - USV TU Dresden schlägt Shorthorns Herzogenaurach

[17.02.2014] 

Puh... das war knapp...

Der USV TU Dresden sichert sich mit dem knappen Sieg von 74:69 gegen Shorthorns Herzogenaurach zwar keinen Sprung in der Tabelle, aber schafft ein bisschen Luft zwischen sich und den Abstiegsrängen.

Wie schon im Hinspiel brauchte die Heimmannschaft das 1. Viertel um aufzuwachen. Doch diesmal gelang es besser und die USVlerinnen begannen ihr Spiel zwar wieder mit maßlos überschätzten Pässen (Wer kann schon so hoch springen oder so weit laufen?), aber auch mit einigen ansehnlichen Aktionen aus dem Transition. Es war wieder einmal mehr Dorothee Schönau, die mit 12 der 18 Punkte des 1. Viertels, maßgeblich dazu beitrug einen größeren Vorsprung der Gäste zu verhindern. Im zweiten Viertel kamen die Dresdner besser in Fahrt und konnten meist nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Die Gäste sind bekannt durch ihr sehr hartes und körperbetontes Spiel, was den Dresdnerinnen allerdings gar nicht unangenehm ist. So wurden 11 der 16 Punkte allein durch Freiwürfe erzielt. Dadurch konnte ein kleiner 2 Punkte Vorsprung zur Halbzeit erkämpft werden (34:32). Dort hielt Martin Ranft, als `Aushilfstrainer´seine Rede zum Sonntag und konnte die Motivation und den Kampfgeist beim Team herauskitzeln.

Denn auch das dritte Viertel konnten die Dresdner mit 19:16 für sich entscheiden. Es fehlte jedoch die nötige Abgeklärtheit um sich weiter abzusetzen. Besonders Fehlpässe, überhastete Aktionen und viele zweite oder dritte Wurfchancen für die Shorthorns ermöglichten es dem Gegner den Anschluss zu halten. Man könnte auch fast glauben, die TU Damen möchten durch die vielen Turnovers und Offenserebounds den Gegner bei der Stange halten. Schließlich waren viele Zuschauer gekommen um sich das Spektakel anzuschauen. Dann muss man schon was bieten, was einem Sonntagskrimiabend gleicht!

Im letzten Viertel wusste man aber schon langsam wer der Mörder ist, führte die Zuschauer zwar noch einmal kurz in die Irre, als man 3 min vor Schluß einen 10 Punte Vorsprung einbüßte um dann aber doch wieder wegzuziehen.

So gestaltete sich das vierte Viertel dann dennoch ausgeglichen. Die Shorthorns, angeführt von Riegner, versuchten immerhin konsequent den Korb zu attackieren, ließen dann zum Glück für die Dresdner die entscheidenden Punkte an der Freiwurflinie liegen. Dusel für die Dresdnerinnen, die den Gegner lieber durch ein foulbetontes Spiel stoppen anstatt mit einer sauberen Defense mit anschließendem Boxout zu arbeiten.  Nebenbei wurde auch hier das ein oder andere Offensefoul von Herzogenaurach gesammelt, was die bereits erwähnte Härte des Spiels betonte. "Wer die meisten blauen Flecken hat am Dienstag beim Training, darf dafür einmal weniger sprinten." (Anmerkung Schönau)

Letzlich konnte der Sieg der Heimmannschaft nicht mehr verhindert werden und die Anzeigetafel präsentierte das knappe Ergebnis von 74 zu 69 für die Dresdner. Das war der erste Sieg gegen Herzogenaurach und dient damit als Impuls für weitere Gegner. Kräfte sammeln, Schwächen ablegen und Stärken aufbauen, heißt es in den nächsten Wochen. Denn da gehts zu einem neuen Tatort nach Leipzig. Aber Krimis am Sonntag liebt ja die Mannschaft!

 Es spielten: Albrecht (5), Dietrich (4), Guilleaume, Kunick (16), Petruschke, Schönau (22), Schneider (7), Schulze (3), Schultz (4), Thielsch (8), Wächter (5)