Besser, aber nicht gut genug

[06.02.2017] Am Sonntag waren die Tabellenführerinnen vom TV Marktheidenfeld zu Gast in der Halle Bertolt-Brecht-Gymnasiums. Die USV-Ladies hatten sich für das Spiel viel vorgenommen, schließlich verlief die Rückrunde bisher weniger gut. Außerdem konnten die Gäste das Hinspiel nur denkbar knapp mit sechs Punkten Vorsprung für sich entscheiden. Obwohl erneut die Chemnitzer Spielerinnen nicht dabei sein konnten, war man fest entschlossen, den Negativtrend zu stoppen.

Das erste Viertel lief etwas schleppend an. Beide Teams waren zunächst darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Dies gelang den TV´lerinnen zunächst etwas besser, jedoch konnte keines der beiden Teams aus den Fehlern der anderen Kapital schlagen. Viele Aktionen blieben halbgar und darum ging es mit 12:12 in die Viertelpause.

Marktheidenfeld erwischte in der Folge den besseren Start ins zweite Viertel und konnte sich schnell mit acht Punkten absetzen, sodass USV-Coach Thomas Seltner gezwungen war, seine zweite Auszeit einzusetzen. Defensiv lief es in der Folge besser, die Zonenpresse der Gäste zeitigte dennoch Wirkung, wodurch es zur Halbzeit 21:31 hieß. Spätestens hier war allen auf und neben dem Feld klar, dass der Weg zum Sieg nur über viel kämpferischen Einsatz zu holen sein würde. Insgesamt wurden bis zu diesem Zeitpunkt lediglich elf Fouls gepfiffen, obwohl gefühlt mehr unsaubere Aktionen geschehen waren.

Nach der Halbzeit setzte sich der bisherige Trend des Spiels fort: die Gastgeberinnen zeigten immer wieder gute Ansätze, die aber meist sofort egalisiert werden konnten. Insbesondere Eva Barthel und Margret Pfister erwischten einen Sahnetag, indem sie 14 bzw. 18 Punkte auflegten. Mitte des dritten Viertels schien zum ersten Mal ein Ruck durch das Team zu gehen, als Marlene Reimann einen 1-0-Fastbreak der Gegnerinnen mit einem blitzsauberen Chase-Down-Block beendete. Die nächsten fünf Minuten standen dann ganz im Zeichen konzentrierter Aktionen an beiden Enden des Feldes. Marktheidenfeld ließ sich von der nun um einiges entschlosseneren Gangart zumindest teilweise beeindrucken. Die USV-Ladies belohnten sich selbst und konnten bis Viertelende den Rückstand auf acht Punkte verkürzen.

Der Punktestand von 42:50 diente als Ausgangspunkt für das letzte Viertel, in dem es noch einmal extrem spannend wurde. Angeführt von Kapitänin Dorothee Schönau legte man einen beeindruckenden Zwischensprint hin, sodass es dreieinhalb Minuten vor Ende auf einmal 60:61 hieß. Die Gäste mussten sich, auch auf Grund der auf Zone geänderten USV-Defense, in einer Auszeit beraten. Die Crunchtime wurde ihrem Namen vollkommen gerecht, da sowohl jeder Angriff die vollen 24 Sekunden nutzte, um einen guten Wurf zu kreieren als auch jeder Rebound hart umkämpft war. Letztlich war das Glück bei den entscheidenden Würfen aber auf Seiten der Gäste, welche durch das 66:60 ihren zwölften Saisonsieg einfahren konnten.

Für die USV-Damen geht es bereits am nächsten Samstag auswärts bei den München BASKET weiter. Dann soll endlich der erste Sieg im Jahr 2017 gelingen. Das heutige Spiel war definitiv ein Schritt in die gewünschte Richtung.