Aller Anfang ist schwer

[09.10.2016] Die Damen des USV konnten am Sonntag erfolgreich in die neue Regionalligasaison starten. In der Halle des Bertolt-Brecht-Gymnasiums wurden die München Baskets empfangen, welche bereits am Samstag ein Spiel bei Aufsteiger Jena bestritten hatten. Da dieses jedoch verloren ging, hatten sich die Münchnerinnen mindestens ebenso viel vorgenommen wie die die USV-Ladies.

Direkt von Beginn an zeigte sich, dass es für beide Teams noch früh in der Saison ist. Die Abstimmung an beiden Enden des Feldes funktionierte noch nicht ohne Probleme, dennoch erspielten sich die Dresdnerinnen eine 14-4 Führung. Auch im weiteren Verlauf des 1. Viertels hatten sie oftmals ein glücklicheres Händchen als die Gäste, sodass die Führung bis zur ersten Pause auf 25-11 ausgebaut wurde.

Im zweiten Viertel wurde das Spiel zunehmend hektischer und wogte beständig hin und her. Punkte waren in dieser Phase des Spiels ein seltenes Phänomen, weshalb sich beide Coaches genötigt sahen, mehrfach von außen sowie mittels Auszeiten zu intervenieren. Auch die Kampfrichter hatten zeitweise ihre liebe Mühe, mit der Geschwindigkeit und Unvorhersehbarkeit auf dem Feld Schritt zu halten. Dennoch gelang es allen Beteiligten wieder mehr auf das eigentliche Spiel, welches beim Stand von 33-20 in die Halbzeitpause ging.

In der zweiten Halbzeit setzte sich der Trend fort, dass sich kein richtiger Spielfluss einstellen wollte, sondern immer wieder Fouls, Auszeiten und Freiwürfe die Uhr stoppen ließen. Die Münchnerinnen verwandelten 17 ihrer insgesamt 33 Versuche von der Linie, versäumten jedoch die manchmal etwas wirre Defense der Gastgeber auf diese Weise zu bestrafen. Insgesamt hielten sich die Highlights doch eher in Grenzen, was sich auch im Viertelergebnis von 13-10 wiederspiegelte.

Das letzte Viertel eröffneten die USV-Mädels direkt mit zwei Swish von jenseits der Dreierlinie und unterstrichen damit, dass sie keine Zweifel am Heimsieg aufkommen lassen wollten. Die Gäste mussten am Ende dem Doppelspieltag Tribut zollen und konnten keine Aufholjagd starten. So konnte Trainer Thomas Seltner auch Charlie Günther zu ihren ersten Minuten in der Regionalliga verhelfen, die diese auch umgehend für sich nutzte. Auch die anderen Neuzugänge Marlene Reimann und Elena Papaleonidas wussten bei ihren Debüts für den USV zu überzeugen. Marlene avancierte sogar direkt zur Topscorerin mit 16 Punkten.

Am Ende hieß es 60-40 für die Dresdnerinnen, die glücklich aber auch stehend K.O. den erfolgreichen Saisonauftakt feiern konnten. In den nächsten Wochen wartet jedoch viel Arbeit auf das Team, das quasi ohne Pause direkt vom Teamurlaub in Portugal aufs Feld kam. Die einhellige Meinung war, dass normales Training doch mal wieder eine nette Abwechslung sein könnte.