Eine verpasste Chance sich selbst zu belohnen

[16.01.2016] Angespornt durch den Auswärtssieg am letzten Wochenende bei Jahn München, wollten die USV Damen zeigen, dass sie es auch mit dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Nördlingen aufnehmen können. Die Bedingungen für den Beginn einer Siegesserie waren günstig. So konnte Trainer Sven Hollasky sein Team wieder selbst betreuen. Zudem meldeten sich, bis auf eine Ausnahme, alle Spielerinnen fit. Dennoch wurden die Nördlingerinnen, nicht zuletzt wegen ihrer leichten Größenvorteile, nicht unterschätzt.

Die Dresdnerinnen brauchten offensiv zwar etwas Zeit, um warm zu laufen, gingen dann aber früh in Führung. Defensiv zeigte die Mannschaft eine äußerst ambitionierte Leistung, wodurch man sich eine 10-4 Führung arbeitete. Gegen Ende des ersten Viertels kamen allerdings auch die Gäste langsam ins Spiel und verkürzten zur Viertelpause auf 17:16.

Zu Beginn des zweiten Viertels verschoben sich die Vorzeichen zu Ungunsten der USVlerinnen. Der Tabellenführer konnte zunehmend seine Taktik aufziehen und setzte insbesondere die Vorteile unter dem Korb zu seinem Vorteil ein. Gleichzeitig mussten sich die USV-Damen durch eine harte Phase kämpfen, in der offensiv wenig zusammenlief. Dabei wirkte es häufig so, als stünde man sich selbst im Weg. So wechselte die Führung zur Halbzeit auf Nördlinger Seite.

Die Halbzeitansprache zeigte auch nur für kurze Zeit ihre Wirkung. Zwar wurde Nördlingen in den ersten 4 Minuten nur 2 Punkte erlaubt, doch Dresden schaffte es weiterhin nicht sich in der Offense Chancen zu kreieren. So bauten die Gäste die Führung zum Ende des dritten Viertels wieder auf 12 Punkte aus.

Im vierten Viertel setzte sich der Spielverlauf aus den vorangegangenen Vierteln fort. Die USVlerinnen fanden zu selten die richtigen Antworten auf die Defensivaktionen der Gäste und hatten weiterhin Pech mit ihren Würfen. Sogar an der Linie wurde mit nur 7 Treffen aus 19 Versuchen deutlich zu viel liegengelassen. Gepaart mit den sich fortsetzenden Schwierigkeiten in der eigenen Verteidigung führte es dazu, dass sich der Punkteabstand stetig vergrößerte.

Mit der Schlusssirene mussten sich die Dresdnerinnen eingestehen, dass Nördlingen nicht ohne Grund bisher ohne Niederlage durch die Saison gekommen ist. Trotz der auf dem Papier hohen Niederlage, hatte man durchaus reale Chancen, das Spiel zu gewinnen. Man hat gesehen, dass das Team in der Lage ist, mit allen Mannschaften in der Liga mitzuhalten. Daher fahren die Damen guten Mutes nächstes Wochenende zum Auswärtsspiel nach Würzburg.