Ein Freiwurf macht noch keinen Auswärtssieg – aber 18!

[23.01.2016] Am Samstag ging es für die ersten Damen des USV TU Dresden zum zweiten Auswärtsspiel der Rückrunde nach Würzburg. Dank des anhaltenden Schneefalls und den gut sortierte Räumdiensten in Sachsen, verbrachten die Mädels die erste Stunde Fahrt im Stau und bangten darum, den Spielbeginn überhaupt pünktlich zu erreichen.

Nachdem die erste Wetterhürde genommen war, lief zumindest die weitere Anfahrt wie geschmiert. Der Spielbeginn an sich eher weniger. Das erste Viertel war wieder stark geprägt durch die in den letzten Spielen viel zu oft benötigte Findungsphase der Dresdnerinnen. Würzburg dagegen sammelte die ersten Punkte durch einen sicheren Dreier von Franziska Kirchhoff. Dresden machte sich dagegen das Leben selbst schwer. Durch hektische Entscheidungen summierten sich die Passfehler und Angriffe verpufften ins Leere. Ein ums andere Mal wurden die kleinsten Fehler und Unachtsamkeiten durch die kompakte Zone der Würzburgerinnen hart bestraft. Für den Ball gab es kein Durchkommen in die Zone und damit zu den Centern. Dennoch gestaltete sich das erste Viertel ausgeglichen mit 16:16.

Das zweite Viertel gestaltete sich zäh. Den Gästen aus Dresden gelang es nicht, das Spiel im Ganzen zu lesen und den Würzburgerinnen ihr eigenes Spiel aufzudrücken. Im Gegenteil: immer wieder wiederholten sich dieselben Fehler und im Angriff ließen die Dresdnerinnen sich von der gemütlichen Aufstellung der Gastgeberinnen anstecken und verschenkten damit wichtige Fastbreaks. Nur der wachen und souveränen Defense war es zu verdanken, dass es außer zu zwei Dreipunktewürfen und zehn Freiwurfchancen, von denen zum Glück nur 50% verwandelt wurden, für die Gastgeberinnen keine Punkte gab. Zur Halbzeit stand es dann 27:26 für die Würzburgerinnen.

In der Halbzeitpause mahnte Coach Hollasky seine Mädels eindringlich, sich auf die Stärken zu konzentrieren und die Inhalte aus den letzten Trainingseinheiten noch einmal zu verinnerlichen. Die einfachen Dinge würden hier zum Erfolg führen! Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit holten sich die Dresdnerinnen die Führung. Der große Punktepuffer ließ sich dabei allerdings nie aufbauen. Zu viele Korbleger gingen daneben oder wurden durch die Gastgeberinnen gestoppt. 5 Mal durften die Dresdnerinnen im dritten Viertel an die Linie, verwandelten insgesamt 7 von 10 Freiwürfen und gewannen damit dieses Viertel mit 10:15.

Das letzte Viertel bot dann wieder Nervenkitzel pur. Knappe Spiele sind die Dame aus Dresden mittlerweile ja gewohnt. Es entstand ein Schlagabtausch mit den Würzburgerinnen, in welchem beide Seiten nahezu abwechselnd punkteten. Die Gastgeberinnen schafften sogar wieder die Führung mit 48:49. Doch sie wollten zu viel. Unüberlegte Fouls sorgten dafür, dass die Dresdnerinnen (bzw. Ines und Doro) in den letzten zwei Minuten die Möglichkeit bekamen, mittels Freiwürfen einen letzten und ausreichenden Puffer von 3 Punkten zu erarbeiten. 11 Sekunden vor Schluss sorgte dann eine konzentrierte Mannverteidigung dafür, dass es den Gastgeberinnen nicht mehr gelang, einen Dreipunktewurf abzusetzen, sondern nur noch einen letzten Korbleger mit der Schlusssirene zu verwandeln. Am Ende stand es 52:53 für Dresden.

Der überraschend guten Freiwurfquote von Dresden (18 von 23) ist wohl diesmal der Sieg zu verdanken. Würzburg hatte übrigens 28 Würfe von der Linie. Aber egal, den Sieg nehmen wir mit!

Es spielten: Grit Albrecht, Nora Dietrich (3), Ines Herschel (19, 2 Dreier), Jessica Kluge (7), Elisabeth Kunick, Barbara Novotna, Dorothee Schönau (15, 1 Dreier), Sandra Schultz (2), Juliane Thielsch, Jordis Wächter (7, 1 Dreier)