Derbytime in der Oberliga!

[14.11.2015] Bereits vor Beginn des Spiels war allen Beteiligten klar, dieses Spiel wird keinen Preis für Schönheit und spielerische Eleganz gewinnen, sondern vor allem körperbetont und kämpferisch geprägt sein.

Sekunden nach Spielbeginn gingen die USV-Mädels mit einem erfolgreichen Freiwurf und einem verwandelten 3-Punkte-Wurf von S. Barth mit 4:0 in Führung. Das erste Viertel verlief weiter nach Plan und man begann hochmotiviert das Zweite bei einem Stand von 18:8 für den USV.
Im zweiten Viertel nahm das Spiel an Fahrt auf, wobei auch die körperliche Intensität deutlich zunahm. Beide Teams schenkten sich nichts, wodurch die Dresdnerinnen von Neustadt- und Altstadtseite häufig an der Freiwurflinie zu finden waren. Auch wenn das zweite Viertel hartumkämpft war, konnten die USV-Mädels ihre Führung bei einem Halbzeitstand von 28:16 verteidigen.
Obwohl Coach Schönau die Pause nutzte, um klare Ziele für ihr Team festzustecken, konnten die Anweisungen in der zweiten Halbzeit nur bedingt umgesetzt werden. Dementsprechend verlief das dritte Viertel alles andere als planmäßig: Man attackierte den Korb, um einfache Korblegerpunkte zu ergattern, aber der im Grunde gute Ansatz wurde allzu häufig durch die körperliche Spielweise der Gäste vom BC Dresden vereitelt und nur selten mit Freiwürfen für die USVlerinnen belohnt. Bei einem Stand von 42:35 ging es ins letzte Viertel.
In den letzten zehn Minuten wurde deutlich, dass sich der BC Dresden noch nicht aufgegeben hatte. Sie kämpften sich zurück ins Spiel, wobei sie das ein oder andere Mal auch von den Schiedsrichterentscheidungen profitieren konnten. Vielleicht fürchteten die USV-Mädels, dass sich Publikum und Trainer langweilen könnten, denn im letzten Viertel ließen sie das Spiel noch einmal unnötig spannend werden. So wurde in Vorbereitung auf den Tatort noch ein richtiger Sonntagnachmittag-Derby-Krimi geboten.Als die Spieluhr noch 30 Sekunden runterzuzählen hatte, stand es 57:57 – Einwurf hatte der USV. Die Ansage von Coach Schönau war klar: Ausspielen und um jeden Preis erfolgreich abschließen! Das Ausspielen klappte, fehlte nur noch der Abschluss. Zehn Sekunden vor Ablauf der 24-Sekundenuhr bekam C. Günther den Ball. Entschlossen suchte sie den direkten Weg zum Korb, traf, und bekam noch einen Bonusfreiwurf oben drauf, den sie ebenfalls versenkte. Die genommene Auszeit des BC-Coaches bei noch verbliebenen 1,2 Sekunden Spielzeit brachten nicht mehr den erhofften Ausgleich. Somit ging das Spiel bei einem Endstand von 60:57 an die Mädels des USV TU Dresden.

Es spielten: C. Günther (13), A. Kucharek (10), S. Barth (9), B. Hartmann (8), A. Barth (5),
F. Pohl (5), A. Riedl (4), H. Schönau (4), S. Vogel (2), C. Eichler-Liebenow