Aller guten Dinge sind vier!!!

[14.02.2016] Nachdem man nun auswärts Jahn München und Würzburg schlagen konnte und zuhause vor zwei Wochen Kemmern Wiedergutmachung zahlte, konnten sich die Damen letztes Wochenende kurz ausruhen.

Das war auch wirklich nötig, denn diesen Sonntag war Elsenfeld/Großwallstedt der Gegner auf dem Dresdner  Parket. Ein Team, was sich durch sehr starken Kampfgeist und körperliche Härte auszeichnet und mit den Witzel–Schwestern auch zu den Topscorern gehört. Letzte Saison noch unter den besten Mannschaften, diese Saison eher im unteren Tabellenbereich. Durch den Sieg im Hinspiel hatten zwar die USV Damen noch einen psychologischen Vorteil plus der letzten Siege im Gepäck, aber bekanntlich stehen sie sich ja auch mal selbst im Siegesweg.

Und da standen nun 8 Spieler des Gästeteams den 10 Spielern der Dresdnerinnen am Valentinstag gegenüber. TU einsatzgeschwächt durch Erkrankungen und Urlaubsfahrten, dafür mit doppelter Coachbesetzung und traditioneller Fangemeinde!

Dass keine große Liebe zwischen den Teams herrschte, ließ sich schon zu Beginn vorweisen. Die ersten Punkte fielen spät in der dritten Minute durch einen Freiwurf der Gäste. Beide Teams schenkten sich nichts, zeigten aber hier und da schon ihr Können. Erfolgreiche Fastbreaks, sichere Dreierwürfe und verwandelte Korbattacken halfen den TU Damen zum Schluss das bessere Ende zu erzielen bei einem Stand von 18:10 nach 10 Minuten. Jetzt hieß es „Nicht nachlassen“ und weiter die kleine Wechselrotation der Gegner mit Schnelligkeit und harter Defense zu brechen. Das klappte auch mehr oder weniger. Die Gäste arbeiteten sich immer wieder heran, sodass sie in der 14. Minute nur noch mit 4 Punkten zurücklagen. Aber starke letzte 90 Sekunden half den Dresdnerinnen den Vorsprung wieder auszubauen und mit 11 Punkten in die Pause zu gehen.

Mit Blick auf die Anzeigetafel starteten die Gastgeberinnen mit 37:26 optimistisch in das dritte Viertel. Dabei sollte doch nun bekannt sein, dass diese Phase meist das große Wellentief der Damen darstellt. Und auch hier blieben sich die Damen treu! Nachdem man zunächst den Vorsprung bis zur 25. Minute auf Plus 20 ausbaute, ließ man die Gegner auf 9 Punkte in der 36 Minute wieder herankommen. Nichts wollte mehr gehen, keine einfachen Punkte in der Offense, kein Absprachen in der Defense, keine gute Fußarbeit im 1:1 und auch zu häufige Ballverluste. Und dann dieses letzte Viertel, indem es sich die Damen unnötig schwer machten, dem Gegner einen großen Hoffnungsschimmer gaben und sich selbst immer wieder zu ungünstigen Abschlüssen zwangen. Fünf Minuten lang schafften es die Dresdnerinnen nicht, Körbe zu erzielen, währenddessen die Gäste gleich mit einem 10 Punkte-Run den vermeintlichen Sieg ins Wanken brachten. Und dann besiegelte der erlösende Dreier von Jordis Wächter in der 36. Minute den vierten Sieg der Damen in dieser Rückrunde! Letztlich standen 12 Punkte Differenz zwischen den Teams nach Abpfiff. Der Endstand von 51 zu 63 bewies die inkonstante angriffsschwache Darbietung und kann nur phasenweise durch eine entschlossene Defense begründet werden. Dennoch haben sich die USV Ladies dieses Valentinspräsent verdient erarbeitet und starten damit beschwingt nächsten Samstag nach München.

Es spielten: Albrecht, G., Thielsch, J. (2), Borchers, E. (8), Novotna, B. (2), Kunick, E. (4), Böhmke, F. (11/3), Dietrich, N. (4), Wächter, J. (16/2), Schönau, D. (13), Kluge, J. (3)